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Ein guter Test

16.08.2013 -Jacob Cement Cup: Der Ziegelstein-Pokal ist ein Flensburger

Das Dutzend ist voll. Auch die zwölfte Auflage des Jacob Cement Cups gewann die SG Flensburg-Handewitt. Am Freitagabend setzte sie sich gegen das dänische Spitzenteam BSV Bjerringbro-Silkeborg mit 31:24 (16:13) durch. Die beiden anderen Ziegelstein-Pokale nahmen allerdings die Dänen mit nach Hause. Chris Holm Jörgensen wurde mit 7/3 Treffern Torschützenkönig, und Theis Baagöe kürten die Journalisten zum auffälligsten Akteur.

Was war das schön, endlich wieder die Luft der „Hölle Nord“ zu schnuppern. Zwar herrschte noch nicht der Bundesliga-Alltag, er schwang aber schon mit. Erst recht, als einige Fans das neue Nummer-Acht-Trikot in die Flens-Arena trugen und alle gemeinsam die Einlauf-Zeremonie zelebrierten. Und nur 40 Sekunden nach dem Anpfiff durften die deutlich über 4000 Zuschauer das erste Tor bejubeln. Steffen Weinhold hatte einen Gegenstoß erfolgreich abgeschlossen.

Die Fans brachten das Achte-Mann-Trikot.

Die SG operierte in ihrer klassischen 6:0-Abwehr, schnell sprangen die ersten Ballgewinne heraus. Bogdan Radivojevic konterte zum 4:2. Das Skandieren seines Namens fiel aber noch etwas schwer. „Bei seinem 100. Tor wird es fließend klappen“, schmunzelte Hallensprecher Michael „Holzi“ Holst. Als Vergnügen entpuppte sich die Vorstellung der Hausherren. Nur bis zum 9:7 nach einer Viertelstunde blieben die Dänen in Reichweite. Dann zog die SG davon. Mit einem energischen Antritt besorgte Holger Glandorf das 13:8.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Ljubomir Vranjes schon kräftig durchgewechselt. Nur Mattias Andersson, Abwehr-Stratege Tobias Karlsson und Bogdan Radivojevic blieben auf der Platte. Drasko Nenadic fungierte nun als Spitze einer 5:1-Abwehr. Nach 25 Minuten durfte dann auch Lasse Svan ran. Nach vier Wochen Pause durfte er endlich wieder Spielpraxis sammeln. Das letzte SG-Tor vor der Pause fiel allerdings auf dem anderen Flügel. Hampus Wanne freute sich über seinen ersten Heimtreffer.

Holger Glandorf: Mit sechs Treffern bester SG-Schütze.

Nach dem Pausentee kehrte die SG zu ihrer Standarddefensive zurück, in der Offensive wählte SG-Trainer Ljubomir Vranjes nun aber eine andere personelle Konstellation. Auf zwei Treffer rückten die Dänen heran. Die SG ließ aber nichts mehr anbrennen – auch weil Lasse Svan ein feines Händchen hatte. Mit seinem dritten Tor hieß es 22:17 – und der Test war bestanden. Es war ein Auftritt, der über weite Strecken wirklich Geschmack auf die neue Serie machte. „Die Spieler waren zwar etwas müde, die stolze Kulisse hat aber für neue Frische gesorgt", meinte Ljubomir Vranjes. „Es sah insgesamt gut aus, ich habe nur wenige technische Fehler registriert."

In den letzten fünf Minuten standen gleich fünf Neuzugänge auf dem Spielfeld, darunter der Husumer Youngster Michael Nicolaisen. Der Lohn für eine gute Arbeit in der Vorbereitung! Das letzte Ausrufezeichen setzte allerdings Bogdan Radivojevic mit einem herrlichen Dreher. „Das war eine sehr gute Stimmung und eine schöne Veranstaltung", freute sich SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Dritte Halbzeit: Autogramme. Fotos: Ki

SG Flensburg-Handewitt – BSV Bjerringbro-Silkeborg  31:24 (16:13)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (8 Paraden; bis 30., ein 7m), Rasmussen (6 Paraden; ab 31., ein 7m) – Karlsson, Nenadic (1), Eggert (2/1), Glandorf (6), Mogensen (2), Svan Hansen (3), Weinhold (3), Wanne (1), Nicolaisen, Heinl (5), Gustafsson (2), Gottfridsson (2), Radivojevic (2), Knudsen (2)
BSV Bjerringbro-Silkeborg: Green (9 Paraden; ab 31.), Sijan (7 Paraden; bis 30.) – Jacobsen (2), N. Nielsen (1), M. Nielsen (2), Mortensen (3/1), C. Holm Jörgensen (7/3), Kirkegaard, Madsen, Christiansen (2), Baagöe (4), Kjelling, R. Nielsen (2), K. Nielsen, Schilling, Kristjansson (1)
Schiedsrichter: Brauer/Holm (Hamburg/Hagen); Zeitstrafen: 2:2 Minuten (Heinl 2 – Baagöe 2); Siebenmeter: 1/1:7/7; Zuschauer: 4312
Spielverlauf: 2:2 (3.), 5:2 (6.), 5:4 (8.), 6:5 (11.), 8:5 (12.), 9:7 (15.), 11:8 (18.), 13:8 (20.), 14:10 (24.), 16:11 (26.) – 16:14 (32.), 17:15 (33.), 20:15 (36.), 22:17 (38.), 23:19 (42.), 26:20 (47.), 27:22 (52.), 30:22 /56.), 30:24 (60.)

 

Von: ki

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