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SG setzt ein Zeichen

02.03.2014 -DKB Handball-Bundesliga: 31:20 – Ein Sonnentag in Berlin

Das war doch mal ein richtiger Klasse-Auftakt in den März! Die SG Flensburg-Handewitt überraschte mit einem souveränen 31:20 (15:12) beim Tabellennachbarn Füchse Berlin und verbesserten sich in der DKB Handball-Bundesliga auf Rang drei. „Man darf natürlich nicht vergessen, dass die Füchse derzeit ein riesiges Verletzungspech haben“, meinte Ljubomir Vranjes kurz nach dem Abpfiff. „Aber unsere Abwehr und unser Torwart waren 60 Minuten lang sehr gut. Das gilt über weite Strecken auch für unsere Offensive.“

Mit Überraschungen in der Startaufstellung konnte der SG-Trainer nicht dienen, dafür war das Rückraum-Personal zu klar definiert. Thomas Mogensen, Steffen Weinhold und Jim Gottfridsson hatten in der zweiten Reihe das Zepter in der Hand. Der junge Schwede, der beim Zurücklaufen mit dem Abwehrchef Tobias Karlsson tauschte, erwischte einen blendenden Start und erzielte die ersten beiden Treffer. Aber das war nur der Vorgeschmack, ebenso der Gegenstoß von Thomas Mogensen, der mit dem 3:4 die erste SG-Führung an diesem Berliner Nachmittag erzielte.

Die 6:0-Deckung mit Tobias Karlsson und Michael Knudsen ließ den Füchsen nur wenig Spielraum. Zudem baute sich dahinter ein Mattias Andersson im SG-Gehäuse auf, der schnell zum Schrecken der Max-Schmeling-Halle wurde. Die SG sauste davon: Nach 16 Minuten erhöhte Michael Knudsen auf 3:9. Da hatten die Füchse schon eine erste Auszeit verbraucht. „Leider kann man die richtige Leistung nicht mit einem Knopfdruck herbeiführen“, meinte Berlins Trainer Dagur Sigurdsson. Die Berliner Zuschauer raunten das eine oder andere Mal über die Geschehnisse im Rund. Der SG-Angriff und die Gegenstoße flutschten. Bis zum 8:15. Leider ließ dann die Effizienz im Abschluss vorerst nach. Die Füchse rochen wieder Lunte. Auch nach Wiederbeginn stockte es zunächst in der Offensive, die Hausherren hatten urplötzlich auf 13:15 verkürzt.

Da meldete Ljubomir Vranjes bereits Korrektur-Bedarf an. „Wir hatten schon vor der Pause den Rhythmus verloren, und nun fehlte es etwas an der Einstellung“, meinte der Coach. „Deshalb habe ich sehr früh ein Team-Time-Out genommen und einige Dinge angesprochen.“ Die einminütige Unterbrechung wirkte Wunder. Danach schlossen sich die SG-Schleusen, und vorne wurde nun wieder zielstrebig kombiniert. Als Sahnestück hielt Mattias Andersson einen Strafwurf von Konstantin Igropulo. Erst nach zwölf Minuten gelang den Hausherren wieder ein Treffer, den Anders Eggert und Lasse Svan mit einem herrlichen Kempa-Trick beantworteten. Da hieß es 14:22.

Die SG beeindruckte die Berliner Handball-Interessierten. Aus den Lautsprechern erklang immer wieder ein Lied, das die spanische Sonne anpries. Doch an diesem Sonntag sorgte diese nur auf der SG-Bank und im Oberrang, wo die mitgereisten Fans ihre Auswärtssieg-Siesta aufzogen, für positive Emotionen. Zugleich machte die Mannschaft Bogdan Radivojevic ein Geschenk, der seinen 21. Geburtstag feierte. Die eine Woche Spielpause hatte sich die SG redlich verdient. „Unser Team hat sich selbst ein Zeichen gesetzt. So wie sie in der letzten Zeit zusammengerückt ist, weckt es große Zuversicht für die vielen Spiele in den nächsten zwei Monaten“, lobte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Das war eine topmotivierte und topeingestellte Flensburger Mannschaft“, erkannte auch Füchse-Manager Bob Hanning an.

Die Spiele bednken sich bei den Fans. Fotos: Beate Haar

Füchse Berlin – SG Flensburg-Handewitt 20:31 (12:15)
Füchse Berlin: Stochl (12 Paraden) – Igropulo (2/2), Nielsen, Jaszka (2), Iker Romero (6/1), Löffler (3), Wiede (1), Spoljaric, Zachrisson, Milde (1), Thümmler (2), Richwien (3)
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (17/1 Paraden) – Karlsson, Eggert (4/1), Mogensen (4), Svan (5), Weinhold (4), Heinl, Gottfridsson (7), Bogunovic, Knudsen (7)
Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg); Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Löffler 2, Wiede 2, Thümmler 2 – Knudsen 4); Siebenmeter: 5/3:1/1 (Igropulo scheitert an Andersson, Iker Romero trifft die Latte); Zuschauer: 9000
Spielverlauf: 1:0 (1.), 2:1 (4.), 3:2 (5.), 3:9 (17.), 4:11 (18.), 6:11 (22.), 6:13 (23.), 7:14 (25.), 8:15 (27.) – 13:15 (32.), 13:21 (43.), 14:24 (46.), 15:26 (48.), 16:27 (50.), 17:28 (51.), 19:28 (55.), 19:30 (58.)

 

Von: ki

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