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Kein Glück in der Crunch-Time

28.03.2019 -DKB Handball-Bundesliga: 23:24 – SG erstmals geschlagen

Das war ärgerlich: Die SG Flensburg-Handewitt erlitt in der DKB Handball-Bundesliga nach 24 Saisonsiegen ihre erste Niederlage. Sie verlor beim SC Magdeburg äußerst knapp mit 23:24 (12:11). „Schade, wir hätte unsere Serie gerne ausgebaut“, sagte SG Trainer Maik Machulla im Sky-Interview. „Aber wir wussten, dass irgendwann der Tag kommen würde, an dem wir verlieren. Wir werden nun nicht den Kopf in den Sand stecken und weiterarbeiten wie bisher.“ Bereits am Sonntag folgt um 19 Uhr in der FLENS-ARENA die nächste wichtige Partie, und zwar das zweite Königsklassen-Achtelfinale gegen den HC Meshkov Brest.

Die SG zeigte sich von der lautstarken Kulisse unbeeindruckt. Die Rückraumreihe mit Magnus Rød, Jim Gottfridsson und Rasmus Lauge setzte gleich die ersten Duftnoten. Lasse Svan markierte vom rechten Flügel das 3:4 – die Partie nahm schnell Fahrt auf. Das galt auch für die Torhüter: Benjamin Buric kaufte Mattias Musche in spektakulärer Manier einen Wurf ab, Jannick Green blieb im Siebenmeter-Duell gegen Manus Jøndal der Sieger. Die Schiedsrichter standen besonders im Fokus: Die SCM-Fans protestierten vehement, als zwei vermeintliche Treffer ihrer Lieblinge nicht gegeben wurden.

Die erwartet enge Kiste
Es war der erwartete Kampf auf Augenhöhe. Beim 7:6 lag die SG erstmals zurück. Der Rückstand hätte ohne Weiteres weiter wachsen können. Matthias Musche setzte einen Strafwurf an die Latte. In dieser Phase tat sich die Offensive der Gäste schwer gegen die 6:0-Deckung des SCM, zumal die Angreifer nicht immer ein gutes Händchen beim Abschluss hatten. Zum Glück erwies sich Benjamin Buric als ein sehr starker Rückhalt. Auch die SCM-Akteure haderten mit ihren Würfen. Rasmus Lauge düste wie ein D-Zug zum 9:9-Ausgleich. Die SG war nun wieder voll dabei. Simon Hald tanke sich am Kreis durch. Lasse Svan veredelte ein Anspiel von Holger Glandorf zum 10:12. Die erste Zwei-Tore-Führung des Abends, die allerdings zur Pause keinen Bestand mehr hatte. Während Michael Damgaard für Magdeburg traf, leistete sich Simon Jeppsson einen unglücklichen letzten Freiwurf, der voll im SCM-Abwehrblock landete.

Benjamin Buric zeigte eine starke Vorstellung.

SG stark über die Flügel
Der Wiederbeginn lief nicht unbedingt nach dem Geschmack der Gäste. Ein „doppeltes“ Siebenmeter-Duell brachte etwas Aufwind: Magnus Jøndal verwandelte, Benjamin Buric hielt. Allerdings zog der SCM nun ein Angriffsgewitter auf, gerade Michael Damgaard und Marko Bezjak fackelten nicht lange. Plötzlich hieß es 17:15 für die Hausherren. Zu allem Überfluss rutschte Jim Gottfridsson aus und musste am Oberschenkel behandelt werden. Ab dem nächsten Angriff wirkte für ihn Gøran Johannessen mit. Magdeburg träumte vom Drei-Tore-Polster, die SG konterte über ihre Flügel-Asse Lasse Svan und Magnus Jøndal. 18:18!

Kleinigkeiten sprachen für den SCM
Die SG ließ sich nicht abschütteln. Magnus Jøndal zauberte einen besonders coolen Dreher ins Netz, Lasse Svan setzte das Flügel-Festival fort. 20:21! Es stand Spitz auf Knopf. Albin Lagergren traf zum 23:23, dann steigerte sich die Streuung der Würfe. Eine gute Minute vor Schluss mündete ein schöner Spielzug bei Magnus Jøndal, der frei in den Kreis sprang. Ärgerlich, dass die Referees unmittelbar bevor unterbrochen hatten. Kurz darauf verzog Magnus Rød. Der SCM spielte seinen letzten Angriff voll aus. Als die Unparteiischen bereits passives Spiel signalisierten, erreichte der Pass Robert Weber. Der Rechtsaußen zielte an die Unterkante der Latte, von wo der Ball zum „Goldenen Tor“ über die Linie prallte – die SG war geschlagen. „Leider schlossen wir die letzten beiden Angriffe nicht erfolgreich ab, dann entschieden Kleinigkeiten gegen uns“, meinte Maik Machulla und bilanzierte: „In puncto Einstellung und Kampfgeist war das wieder ein sehr gutes Auswärtsspiel der Jungs.“ Kapitän Tobias Karlsson ergänzte im Sky-Gespräch: „Wir haben Charakter gezeigt und werden gewiss nicht unser Selbstvertrauen einbüßen.“

Bester SG Schütze: Lasse Svan. Fotos: Beate Haar.


SC Magdeburg – SG Flensburg-Handewitt  24:23 (11:12)
SC Magdeburg: Green (14/2 Paraden) – Chrapkowski (1), Bezjak (3), Weber (3/1), Musche (5/3), Damgaard (7), O´Sullivan, Musa (2), Lagergren (3)
SG Flensburg-Handewitt: Buric (14/1 Paraden), Bergerud (bei einem 7m) – Karlsson, Hald (4), Glandorf, Svan (7), Wanne, Jeppsson, Jøndal (6/1), Steinhauser, Zachariassen, Johannessen (1), Gottfridsson (2), Lauge (2), Rød (1)
Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweier); Zeitstrafen: 0:6 Minuten (Karlsson 2, Lauge 2, Svan 2); Siebenmeter: 6/4:3/1 (Musche trifft die Latte, Weber scheitert an Buric – Jøndal und Wanne scheitern an Green); Zuschauer: 6600 (ausverkauft)
Spielverlauf: 0:1 (1.), 2:2 (5.), 3:4 (6.), 4:5 (11.), 5:6 (13.), 7:6 (16.), 8:7 (19.), 9:8 (21.), 9:10 (26.), 10:12 (30.) – 13:12 (33.), 14:13 (37.), 15:14 (38.), 17:15 (39.), 18:16 (40.), 18:18 (45.), 20:18 (47.), 20:21 (50.), 22:22 (53.), 23:23 (55.)

 

Von: ki

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