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Löwen stärker

11.09.2013 -DKB Handball-Bundesliga: 22:29 – SG zu zahm im Angriff

Auswärts hingen die Trauben erneut hoch. Die SG Flensburg-Handewitt verlor bei den ungeschlagenen Rhein-Neckar Löwen mit 22:29 (8:13) und hat bei nunmehr 6:4 Punkten in der DKB Handball-Bundesliga an Boden verloren. „Wir sind bereits am Dienstag nach Mannheim geflogen, haben uns gut vorbereitet“, rätselte SG-Trainer Ljubomir Vranjes. „Aber irgendwie war die Mannschaft auf dem Spielfeld nicht wirklich präsent.“

750 Kilometer sind es nach Mannheim, trotzdem glänzten einige SG-Trikots auf den Rängen. Und die Fans, die darin steckten, hatten in der Anfangsphase auch ihren Spaß. Erst Anders Eggert, dann Steffen Weinhold – die SG konterte gut. Die Abwehr und Torwart Mattias Andersson waren sofort auf Betriebstemperatur. Eine zweite Welle schloss Lasse Svan zum 5:5 ab. Die erste Viertelstunde war fast abgelaufen, es war bis dahin ein Spitzenspiel auf Augenhöhe.

Dann formierte sich die 6:0-Abwehr der Badener, in der erstmals in dieser Serie Oliver Roggisch mitmischte. Probleme beim Positionsspiel der SG waren unübersehbar. „Plötzlich kamen Pässe aus zwei Metern nicht an, auch andere Fehler wiederholten sich mehrmals“, sagte Ljubomir Vranjes in seiner ersten Analyse. „Wir haben den Faden verloren.“ Zu allem Überfluss steigerte sich der dänische Nationalkeeper Niklas Landin in eine überragende Form. Die Abwehr konnte Andy Schmidt nicht stoppen, der mit einem Doppelschlag auf 9:5 erhöhte.

Nach einem Team-Time-Out nahm die SG auf vier Positionen Veränderungen vor. Jim Gottfridsson operierte kurzfristig auf der Spielmacher-Position, während Thomas Mogensen nach links rückte. Auch Holger Glandorf und Michael Knudsen tauchten nun auf dem Feld auf. Eine Trendumkehr gab es aber nicht. „Dieses Zwischenergebnis kann man nicht schönreden“, wunderte sich SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Die beiden Zähler schienen die Löwen in Ruhe nach Hause zu schaukeln. Der Vorsprung bewegte sich zu Beginn der zweiten Hälfte bei sechs Toren. Mit Holger Glandorf, Thomas Mogensen und Drasko Nenadic im Rückraum lief es nun etwas besser. Es gab deutliche Lebenszeichen. Eine starke Phase erwischte die SG nach dem 21:16. Drasko Nenadic drängte durch die Abwehr, Thomas Mogensen und Anders Eggert schlossen Gegenstöße ab. Plötzlich hieß es nur noch 22:20.

Die Hausherren wurden allerdings nicht nervös. Sie drückten ihr Konzept durch. „Unsere Mannschaft steht zusammen, da kämpft jeder für jeden“, lobte Löwen-Coach Gudmundur Gudmundsson. Seine Defensive brachte die SG zwei Mal an den Rand des Zeitspiels, die SG-Schützen feuerten dadurch nicht aus den besten Positionen. Die Gastgeber zogen wieder auf 25:20 davon. Die Vorentscheidung! Auch zwei Auszeiten, ein Torwart-Wechsel und eine 5:1-Abwehr-Variante mit Drasko Nenadic in der Spitze konnten die Niederlage nicht mehr abwenden. „Der Rückstand war einfach zu groß“, meinte Ljubomir Vranjes, „um bei so einem starken Team wie den Rhein-Neckar Löwen zu gewinnen.“

Nun hat die SG eine Woche Zeit bis zur nächsten Auswärtspartie in Lübbecke. Das Programm für die nächsten Trainingstage steht. „Wir haben einiges zu verbessern, wenn wir beim TuS punkten wollen“, erklärte Ljubomir Vranjes im fordernden Ton. „Wir haben schon schlimmere Situationen gemeistert.“ Dierk Schmäschke ergänzte: „Das war ein Spiel, das zu denken gibt. Wir werden aber nicht in Panik geraten oder den Kopf in den Sand stecken. Nun konzentrieren wir uns voll auf Lübbecke.“

An der Abwehr lag es nicht. Fotos: Ki

 

Rhein-Neckar Löwen – SG Flensburg-Handewitt  29:22 (13:8)
Rhein-Neckar Löwen: Landin (21/1 Paraden) – Schmid (6), Gensheimer (2), Roggisch, I. Guardiola, Myrhol (2), Groetzki (6) , Karason (3), G. Guardiola (1), Ekdahl du Rietz (4), Gorbok (5), Manojlovic
SG Flensburg-Handewitt: Andersson (10 Paraden), Rasmussen (3 Paraden) – Karlsson, Nenadic (3), Eggert (5/3), Glandorf (2), Mogensen (5), Svan (4), Weinhold (2), Heinl, Gottfridsson (1), Knudsen
Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweier); Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Roggisch 2, I. Guardiola 2, Ekdahl du Rietz 2 – Knudsen 4, Glandorf 2, Weinhold 2); Siebenmeter: 2/2:4/3 (Eggert scheitert an Landin); Zuschauer: 7395
Spielverlauf: 0:1 (2.), 1:3 (6.), 4:3 (10.), 5:5 (14.), 9:5 (19.), 11:6 (24.), 12:8 (29.) – 14:8 (31.), 15:9 (33.), 16:10 (35.), 16:12 (37.), 17:14 (41.), 19:14 (42.), 19:16 (43.), 21:16 (44.), 21:18 (46.), 22:20 (47.), 25:20 (50.), 27:21 (54.), 28:22 (59.) 

Von: ki

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