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Starke zweite Hälfte

20.02.2016 -VELUX EHF Champions League: 30:26 – SG stand auch Celje durch

Die SG Flensburg-Handewitt hat die nächste Auswärtshürde genommen und führt damit weiterhin die Gruppe A in der VELUX EHF Champions League an. Am Abend gewann sie beim RK Celje mit 30:26 (12:15). „Nun kommt wieder Bundesliga, dann Veszprém, aber ich glaube schon jetzt, dass wir vor einem schönen März stehen“, kommentierte SG Trainer Ljubomir Vranjes mit einem Lächeln. Mit ihm in der offiziellen Pressekonferenz war Kevin Møller. „Das war der erwartet schwere Kampf um jeden Zentimeter“, meinte der starke Keeper. „In der ersten Hälfte unterliefen uns ein paar technische Fehler zu viel, in der zweiten Halbzeit wurde es besser.“

Ljubomir Vranjes ist ein Coach, der gerne seinen Kader voll ausschöpft. Das bewies er auch in Celje, als er beispielsweise Kevin Møller im Kasten anfingen ließ. Kresimir Kozina durfte im Mittelblock und am Kreis ran. Lasse Svan wirkte wieder mit und erzielte vom rechten Flügel den ersten Treffer für die SG. Eine große Celje-Fahne ruhte auf einer Tribünenseite, was gar nicht zur temperamentvollen Partie und dem hohen Tempo passte. Anders Eggert war es in seinem 400. Pflichtspiel vorbehalten, mit einem Siebenmeter das 3:4 und damit die erste SG Führung zu erzielen. „Es war früher für mich ein Traum, einmal für die SG zu spielen“, sagte der Linksaußen zu seinem Jubiläum. „Inzwischen kann ich auf traumhafte zehn Jahre zurückblicken.“

Die Kulisse machte Druck. Fotos: RK Celje.

Kevin Møller ballte nun häufiger die Fäuste. Die 6:0-Deckung festigte sich, der Keeper parierte einige Würfe. Nach zehn Minuten erhöhte Holger Glandorf mit einem tüchtigen Pfund auf 4:6. Wegen einer Zeitstrafe gegen Kresimir Kozina dezimiert, kassierte die SG den Ausgleich. Rasmus Lauge und Thomas Mogensen gaben im Rückraum den Takt vor, immer wieder resultierten daraus gute Gelegenheiten. Celje hielt aber mit und schaffte über den Kreis sogar das 9:8. Während die SG nun zu viele Fahrkarten produzierte und häufiger an Urban Lesjak scheiterte, klappte bei den Slowenen auch die schnelle Mitte. Beim 12:9 schritt Ljubomir Vranjes ein und packte seine grüne Karte auf den Kampfrichter-Tisch.

Tobias Karlsson organisierte die Abwehr.

Johan Jakobsson und Jim Gottfridsson erschienen nun auf dem Spielfeld, kurz darauf auch Kentin Mahé – als Linksaußen. Celje musste vorerst auf den angeschlagen Miha Zarabec verzichten. Die Torhüter auf beiden Seiten, Kevin Møller und Urban Lesjak, lieferten sich nun ein beachtliches Paraden-Festival. Der slowenische Meister ging daraus gestärkt hervor, legte ein 15:11 vor. Lasse Svan konnte bis zum Pausengang zumindest noch um einen Treffer verkürzen. „Eigentlich lief es so, wie wir es erwartet hatten“, analysierte Co-Trainer Maik Machulla. „Celje baute mit seiner Kulisse viel Druck auf. Wir waren mit dem Angriff auf einem guten Weg, etwas Druck aus dem Kessel zu nehmen, haben uns dann mit einigen Fehlwürfen und Fehlern aber selbst das Leben schwer gemacht.

Mit Beginn der zweiten Hälfte schien die SG aufzudrehen. Lasse Svan, Kentin Mahé und Rasmus Lauge schafften schnell den Ausgleich. Die 6:0-Abwehr operierte nun etwas offensiver und aggressiver. Dahinter zeigte Kevin Møller weiterhin eine starke Partie und schnappte den Slowenen einen Siebenmeter weg. Thomas Mogensen düste zum 17:18. Es schien nun so, als ob die SG das Blatt bereits gedreht hätte. Doch eine Team-Timeout von Celje löste einen 4:0-Lauf für die Gastgeber aus. 21:18 – die „Dvorana Zlatorog“ feierte einen gelb-blauen Traum.

Henrik Toft Hansen bekam einen Schlag ab.

Die SG robbte sich wieder heran. „Letztendlich war es wichtig, dass Kevin sehr gut gehalten und die gesamte Mannschaft 60 Minuten lang eine sehr konzentrierte Leistung abgeliefert hat“, meinte Maik Machulla. Es war ein seltsamer Spielverlauf mit vielen Berg- und Talbewegungen. Sehr gut aufgelegt war Lasse Svan, der mit einem Doppelschlag den 21:21-Gleichstand markierte. Nun zeigte Petar Djordjic Drang zum Tor und markierte das 24:24. Die letzten zehn Minuten gingen eindeutig an die SG. Lasse Svan sauste zum 24:27. Gal Marguc verwandelte einen Strafwurf zum 25:27. Dann verwarfen Petar Djordjic und Thomas Mogensen, während Henrik Toft Hansen seinen ohnehin recht kurzen Einsatz nach einem Schlag in den Magen beenden musste. Holger Glandorf war es dann, der mit energischer Konsequenz zum 25:28 traf und damit die Entscheidung eingeleitet hatte.

Torschütze vom Dienst: Lasse Svan.
 

RK Celje – SG Flensburg-Handewitt  26:30 (15:12)
RK Celje: Lesjak, Gajic – Blagotinsek (2), Babarskas (1), Janc (7), Razgor (1), Marguc (2/2), Poteko (3), Kodrin (1), Fizuletto, Dobelsek, Mlakar (5), Zvizej (3/2), Zarabec (1), Dobaj, Groselj
SG Flensburg-Handewitt: Møller (16/1 Paraden) – Karlsson, Eggert (4/4), Glandorf (6), Mogensen (6), Svan (8), Djordjic (2), Jakobsson, Toft Hansen, Gottfridsson, Lauge (2), Mahé (1), Radivojevic (1), Kozina
Schiedsrichter: Hansen/Pettersen (Norwegen); Zeitstrafen: 12:8 Minuten (Poteko 4, Blagotinsek 4, Marguc 2, Dobelsek 2 – Kozina 4, Karlsson 2, Svan 2); Siebenmeter: 5/4:4/4 (Zvizej scheitert an Møller); Zuschauer: 4247
Spielverlauf: 2:1 (1.), 3:2 (3.), 3:4 (5.), 4:6 (10.), 6:6 (12.), 6:8 (15.), 10:8 (19.), 12:9 (21.), 13:11 (25.), 15:11 (30.) – 15:15 (33.), 17:15 (35.), 17:18 (39.), 21:18 (45.), 21:21 (48.), 23:21 (49.), 24:22 (50.), 24:27 (56.), 26:28 (59.)

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