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SG leistete sich zu viele Fehler

Zweites Spiel gegen einen Titelanwärter, zweite Niederlage - die SG Flensburg-Handewitt unterlag gestern Abend in der Handball-Bundesliga beim HSV Hamburg vor 13171 Zuschauern mit 32:37 (15:19).

Oscar Carlén sucht die Lücke.

Nach zuletzt zwei Siegen hat die SG Flensburg-Handewitt gegen den HSV Hamburg wieder eine Niederlage einstecken müssen. 37:32 (19:15) stand es vor 13 171 Zuschauern in der ausverkauften Color Line Arena nach 60 Minuten für das Team von Trainer Martin Schwalb. Mit hängenden Köpfen schlichen die Flensburger aus der Halle, denn an diesem Abend wäre für sie bei einer Klasse-Leistung ein besseres Resultat möglich gewesen.
So weit weg, wie viele den HSV und den THW Kiel in dieser Saison sehen, waren die Hanseaten nicht. "Es wäre mehr drin gewesen, wenn wir nicht so viele Fehler gemacht hätten", meinte SG-Abwehrstratege Jacob Heinl. "Vielleicht waren wir in der Abwehr zu passiv." Die letzte Feststellung galt für die zweite Hälfte, die erste bezog sich auf das Spiel vor der Pause. Mit insgesamt acht technischen Fehlern machten sich die Flensburger in der "Colina" das Leben schwer und bauten den HSV auf. Bis zum 3:4 aus Flensburger Sicht lief alles nach Plan. Die Abwehr stand, hatte Kreisläufer Igor Vori super im Griff. Doch verheerende Fehlpässe im Angriff brachten die SG früh um eine mögliche Erfolgschance. Der HSV setzte sich in den nächsten fünf Minuten auf 8:3 ab und baute den Vorsprung nach dem 12:10 erneut auf 17:12 aus, als die SG im Angriff erneut fünf schwache Minuten hatte.

Per Carlén grübelt.

Nach dem Seitenwechsel hielten die Hamburger ihre Führung, obwohl die Flensburger alles versuchten und bis zum Umfallen kämpften. Doch gegen den HSV-Rückraum - vor allem Marcin Lijewski - fand die SG kein Mittel. Zudem hielten die SG-Torhüter im zweiten Durchgang ganze vier Würfe - zu wenig um dem Spiel eine Wende geben zu können, zumal Lasse Boesen im Angriff ein Totalausfall war und die Hamburger Defensive sich damit ganz auf Thomas Mogensen und Oscar Carlen konzentrieren konnte.
Über 23:17, 28:19 und 32:24 steuerten die Hanseaten einem klaren Sieg entgegen. Dennoch hatte HSV-Vizepräsident Dierk Schmäschke eine starke SG gesehen. "Das war ein Klasse-Spiel, wir konnten uns nie sicher fühlen."