Stripes
Stripes
Archiv

SG bei den Füchsen – Königsklasse weiter im Blick

Es könnte wieder ein Spieltag ganz nach dem Geschmack der SGFlensburg-Handewitt werden: Die Rhein-Neckar Löwen müssen zum HSV Hamburg (heute) und Frisch Auf Göppingen zum  SC Magdeburg (24. Februar). Mit einem Sieg bei den Füchsen Berlin (heute 20.15 Uhr) würden die Flensburger nicht nur Rang drei festigen, sondern könnten im Kampf um die Qualifikation zur Champions League – Niederlagen der Konkurrenten vorausgesetzt – ihren Vorsprung gegenüber Göppingen und den „Löwen“ auf drei bzw. fünf Punkte vergrößern. „Wenn das  kein Motivationsfaktor ist...“, freut sich SG-Trainer Per Carlén auf das Spiel in der Bundeshauptstadt.
Nach dem 27:24 über Magdeburg saß der Flensburger Coach die halbe Nacht vor dem Fernseher, um die Partie noch einmal zu analysieren. Dabei kam einiges zu Tage, was ihm nicht gefallen hatte. „Insgesamt sechs technische Fehler waren okay“, rechnet  Carlén vor. „Aber wir haben viel zu viele klare Chancen vergeben, und unsere linke Abwehrseite hat gegen Rojewski nicht funktioniert.“ Die Abstimmung zwischen Jacob Heinl in der Mitte und Thomas Mogensen/Lasse Boesen hatte nicht gestimmt. „Es waren nur Details, aber daran müssen wir arbeiten“, sagt der Schwede, der dem Trio nach dem Montag-Training mehrere Video-Sequenzen vorführte und erklärte, wie sie zu arbeiten haben. Denn bei den Füchsen spielen mit Bult und Karasson ebenfalls zwei wurfgewaltige Linkshänder.
Carlén erwartet heute in der Max-Schmeling-Halle einen hoch motivierten Gegner. Und er hat Respekt: „Berlin hat mehr Struktur als in der vergangenen Saison, spielt mehr im Kollektiv. Die Spieler laufen mehr, spielen einen guten Gegenstoß und eine gute schnelle Mitte.“
Allerdings haben die Füchse derzeit einige Verletzungsprobleme. Linksaußen Konrad Wilczynski und Abwehrchef Stian Vatne kamen verletzt von der EM zurück, Spielmacher Bartiomiej Jaszka zog sich vergangene Woche in Lemgo eine Fußverletzung zu. Die beiden Erstgenannten werden heute fehlen, hinter dem Dritten steht ein Fragezeichen. Die Flensburger können dagegen bis auf Michael Knudsen, der noch drei Wochen pausieren muss, in Bestbesetzung auflaufen und erhalten noch Verstärkung aus dem Junior-Team. „Lennart Carstens hat im Training Riesenfortschritte gemacht und wird als dritter Kreisläufer mitfahren“, erklärt Carlén. Erste Wahl hinter Knudsen ist weiterhin Jacob Heinl (Carlén: „Aber er muss die freien Würfe reinmachen“), die neue Nummer zwei Tobias Karlsson. „Mit ihm haben wir in den letzten Tagen intensiv trainiert. Es sieht gut aus, was er macht“, berichtet Carlén.
In der vergangenen Serie siegten die Flensburger an der Spree mit 32:30. „Damals haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht“, erinnert sich der SG-Trainer. Darauf hofft Carlén auch heute.