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Vranjes zuversichtlich: „Wir sind besser als Magdeburg“

Angst und Schrecken hat der SC Magdeburg bei seinem Start in diese Handball-Bundesliga-Saison nicht  verbreitet. Drei Tage nach der 30:38-Niederlage beim TBV Lemgo dürfen die „Gladiators“ aber zu Hause antreten und dann, sagt Ljubomir Vranjes, „sind sie eine ganz andere Mannschaft“. Der Teammanager der SG Flensburg-Handewitt erwartet im ersten Auswärtsspiel morgen um 15.30 Uhr in der Bördelandhalle eine schwere Aufgabe, aber auch „eine gute Möglichkeit, zu gewinnen. Wir sind besser als Magdeburg“.
Den Gastgebern fehlen in Damien Kabengele und Andreas Rojewski wichtige Rückraum-Akteure, so dass Trainer Michael Biegler gezwungen ist, mit zwei Kreisläufern zu operieren. Dies funktionierte in Lemgo phasenweise ganz gut, so dass der SG auch nicht der Respekt vor dem SCM verloren geht. Zumal beim eigenen Saisonstart trotz eines 32:22-Sieges gegen FA Göppingen reichlich Ansätze für Verbesserungen zu entdecken waren, wenn man sich von der fabelhaften Leistung des Torhüter-Debütanten Johan Sjöstrand nicht blenden ließ.
Wichtigstes Ergebnis neben den zwei Punkten war für Vranjes, dass die Einstellung gestimmt hat: „Wir haben Fans und Sponsoren gezeigt, dass wir wollen.“ Ausbaufähig seien hingegen das taktische Verhalten und das Timing im Angriff: „Daran arbeiten wir Tag für Tag.“
Neben Sjöstrand macht derzeit ein zweiter Youngster viel Freude. Für Bundestrainer Heiner Brand ist neuerdings die Welt nicht mehr in Kiel zu Ende, und so holte er Jacob Heinl in den DHB-Kader. Zunächst für einen Lehrgang, zu dem der bald 23-Jährige direkt aus Magdeburg anreist.
Der Kreisläufer und Abwehrrecke war fast erschrocken, als ihn die Nachricht erreichte. „Unglaublich, ich war total überrascht“, berichtete Heinl, was Vranjes so kommentierte: „Jacob weiß noch gar nicht, was für ein Potenzial er hat. Aber das werden wir ihm sagen.“ Morgen will sich Heinl aber ganz auf seinen SG-Job konzentrieren, nämlich das Zusammenwirken von Stian Tönnesen („wichtigster Magdeburger“) mit dem Kreis stören.