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SG siegte ohne Probleme

Die Fahrt an den Strelasund hat sich für Bundesligist SG Flensburg-Handewitt gelohnt. Mit 43:22 (21:10) bezwang das Team von Trainer Per Carlén den Stralsunder HV und konnte dabei sogar etwas für das Torverhältnis tun. Vor 1050 Zuschauern in der ausverkauften Vogelsanghalle stellte die SG bereits in der Anfangsphase die Weichen auf Sieg. Vor allem die Personalnot der Hausherren machte sich schnell bemerkbar und brachte den Norddeutschen endscheidende Vorteile ein.
Während HV-Coach Zdenek Vanek auf Petr Hruby, Miroslaw Gudz, Christian Schwarz und Eric Hoffmann verzichten musste, hatte sein Gegenüber Carlén deutlich mehr Alternativen. Der Schwede konnte zum einen seinen wiedergenesenen Landsmann Dan Beutler im Tor aufstellen und zum anderen einen ausgeruhten Torge Johannsen ins Rennen schicken. Der Rechtsaußen bedankte sich allein in der ersten halben Stunde mit sieben Toren. In der Abwehr agierte Jacob Heinl im Mittelblock an der Seite von Michael V. Knudsen. Johnny Jensen wurde geschont.
Kleinere Pausen bekamen abwechselnd auch Thomas Mogensen, Oscar Carlén und Lasse Boesen. Neuzugang Jakob Thoustrup war wieder mit von der Partie (der Däne hat lediglich eine Spielberechtigung für die Bundesliga und musste im Europapokal gegen Leon pausieren) und sorgte bei seinem Auswärts-Debüt für Entlastung. Deutlich mehr Spielanteile als gewohnt erhielt zudem Sebastian Schneider, der vier Mal traf.
Gegen in allen Belangen überforderte Gastgeber war die SG insgesamt klar überlegen und landete am Ende einen ebenso verdienten, wie ungefährdeten Auswärtssieg. In der Tabelle schob sich die SG dadurch vorübergehend auf Platz fünf vor. Für die Verantwortlichen der SG ist jedoch die Tatsache wichtiger, dass die Mannschaft weiteres Selbstvertrauen getankt hat, bevor am Wochenende das richtungsweisende Champions League-Duell gegen Montpellier HB (Sonntag 17.30 Uhr/Live-Ticker ab 17 Uhr) ansteht.