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Bundesliga: Premieren-Fieber in der Kreissporthalle Lübbecke

Wenn man sich zwei Abschlusstabellen der letzten Bundesliga zur Hand nimmt und eine davon umdreht, stehen der TuS N-Lübbecke und die SG Flensburg-Handewitt an gleicher Stelle. Der Drittletzte trifft am Samstag (15 Uhr) auf den Dritten. Ein Spaziergang erwartet bei der SG aber niemand in der Kreissporthalle Lübbecke. „Natürlich müssen wir gewinnen“, sagt Kent-Harry Andersson, gibt aber zu bedenken: „Lübbecke möchte sich in neuer Besetzung bestens seinem Publikum präsentieren.“
In der Tat ähnelt der Gegner einer Rechnung mit Unbekannten. Gleich neun neue Spieler stehen im Aufgebot der Westfalen. Aus Serbien, Kroatien, Italien, Georgien und natürlich Deutschland kommen die neuen Hoffnungsträger, die Trainerfuchs Velimir Kljaic quer durch Europa entdeckt hat. „Bereits im März wollen wir für die nächste Bundesliga-Saison planen“, kündigt der 61-jährige, der Älteste seiner Zunft. Ein Überraschungscoup wäre genau richtig für den Start.
Daran denkt man im SG-Lager natürlich nicht. Sie startet bereits am Freitag nach ihrer Trainingseinheit gen Westfalen. „Da wir schon um 15 Uhr spielen müssen, fahren wir bereits einen Tag vorher los“, erläutert Kent-Harry Andersson. „Dafür sind wir dann am Samstag zeitig zurück und haben mehr vom Sonntag.“ Frank von Behren, Sören Stryger und Blazenko Lackovic, der sich im Moment beim DFB-Physiotherapeut Klaus Eder in der Behandlung befindet, fehlen definitiv. Hinter dem Einsatz von Einar Holmgeirsson steht ein Fragezeichen. Youngster Jacob Heinl reist mit und wird sich hinter der Bank platzieren. An den ersten beiden Spieltagen soll er nur im Notfall zum Einsatz kommen, um keine Sperre für die Regionalliga in Kauf nehmen zu müssen.

Einar Holmgeirsson: Sein Einsatz ist noch fraglich.

Kent-Harry Andersson beschäftigte sich in den letzten Tagen immer wieder mit einer Frage: „Wo steht meine Mannschaft?“ So genau kann er sie nicht beantworten, gerne hätte er angesichts der vielen Verletzungen die Vorbereitung noch um zwei Wochen verlängert. „Wir sind noch nicht so weit, dass wir eine Spitzenmannschaft schlagen können.“ Das gilt auch für die Abwehr. Deshalb hatte Kent-Harry Andersson am Mittwoch eine Theorie-Stunde einberufen. Gerade Thomas Mogensen möchte der Schwede in der favorisierten 6:0-Defensive auf der Halbposition einbinden, um von seinen Stärken im Gegenstoßspiel zu profitieren.
„Ich freue mich, dass es losgeht“, sagte der junge Däne, der im Team noch Steigerungspotenzial sieht. Thomas Mogensen soll im Angriff neben Regisseur Ljubomir Vranjes auch Kasper Nielsen auf halblinks unterstützen. „Kasper Nielsen ist nach seiner Verletzung noch nicht wieder da, wo er am Ende der letzten Serie war“, stellte Kent-Harry Andersson fest. Die Königsposition ist ohne Blazenko Lackovic und Allrounder Frank von Behren um einige Alternativen beraubt. Eine Ausrede soll das aber nicht sein, betont Kent-Harry Andersson: „Wir müssen von Partie zu Partie denken und uns kontinuierlich steigern.“

Eine offene Frage: Dane Sijan oder Dan Beutler?


Fernsehen: Die Partie wird im Internet bei „hbl.tv“ komplett gezeigt. Ausschnitte gibt es ab 17.30 Uhr im neuen Handball-Magazin des NDR.
Schiedsrichter: Bernd und Harald Andler (Remseck/ Stuttgart)

 

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