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Trainer Viggo Sigurdsson: "Wir sind wieder zurück“

In Celje blamiert, in Hildesheim rehabilitiert - mit dem 36:25 (19:8) beim Bundesliga-Fünfzehnten hat die SG Flensburg-Handewitt drei Tage vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den slowenischen Titelträger (Freitag 19.15 Uhr, Campushalle) ein positives Zeichen gesetzt.
Die SG Flensburg-Handewitt hat den Schock von Celje schnell verdaut und im fast aussichtslosen Kampf um den Einzug ins Viertelfinale der Champions League neuen Mut geschöpft. "Wir sind wieder zurück“, sagte Trainer Viggo Sigurdsson nach dem 36:25-Auswärtserfolg am Dienstag in der Handball-Bundesliga bei Eintracht Hildesheim. Und Co-Trainer Jan Paulsen schob gleich eine Kampfansage an die Slowenen nach, die am Freitag (19.15 Uhr) mit einem Zehn-Tore-Polster in der Campushalle zum Achtelfinal-Rückspiel auflaufen. "So aggressiv wie heute in der ersten Halbzeit müssen wir auch gegen Celje spielen. Dann können wir es schaffen.“
In der Tat hatten die Flensburger in den ersten 30 Minuten eine Topleistung beim Bundesliga-Fünfzehnten geboten. "Ich habe die letzten vier Spiele der SG gesehen und kann behaupten, dass die Flensburger wieder da sind“, meinte ein beeindruckter Eintracht-Trainer Lars Walther. "Bei dem Tempo und der Disziplin der SG vor der Pause hatten wir keine Chance.“

Blazenko Lackovic kann auch als Spielmacher.

Auch der Flensburger Trainer war mit dem Auftritt seiner Mannen in den ersten 30 Minuten "absolut zufrieden“. Die 6:0-Abwehr war beweglich, packte entschlossen zu und ließ dem Gegner kaum die Möglichkeit, gute Wurfchancen heraus zu arbeiten. Und wenn es doch einmal geklappt hatte, stand zumeist Jan Holpert im Weg, der für Manager Thorsten Storm in Hildesheim "seine bislang beste Saisonleistung“ ablieferte. Zwölf Würfe, darunter zwei Siebenmeter, wehrte der routinierte Keeper vor der Pause ab, neun Mal parierte der 38-Jährige nach dem Wechsel.
Doch nicht nur die Defensive präsentierte sich an diesem Abend vor 1800 Zuschauern ganz anders als drei Tage zuvor in Slowenien. Auch im Angriff lief es wie am Schnürchen, obwohl zunächst Blazenko Lackovic für Joachim Boldsen die Spielmacherposition übernahm. "Wir wollten Joachim, der wegen der Erkrankung von Vranjes zuletzt sehr viel spielen musste, ein bisschen entlasten“, erklärte Co-Trainer Paulsen, "und zugleich Kasper Nielsen mehr Spielanteile geben. Denn ihn brauchen wir am Freitag.“ Das Konzept ging auf. Nielsen war mit fünf Treffern zweitbester SG-Schütze - hinter Marcin Lijewski, der nach seinem krankheitsbedingten schwachen Auftritt vom vergangenen Sonnabend mit acht Treffern eindrucksvoll zu alter Stärke zurückfand. "Blazenko und Marcin haben ihre Aufgaben super gelöst“, lobte denn auch Sigurdsson.
Dass Hildesheim zumindest die zweite Hälfte ausgeglichen gestalten konnte, störte im Flensburger Lager niemanden. "Die Spannung war raus und Celje schon wieder im Hinterkopf“, meinte Kasper Nielsen. Viel wichtiger war für Sigurdsson die Erkenntnis, dass seine Mannschaft in Hildesheim mit dem nötigen Ernst zur Sache gegangen war: "Wenn du das nämlich nicht tust, bekommst du hier Probleme wie zuletzt der HSV. Die hatten wir aber nicht.“ Und das war im Hinblick auf Freitag auch gut so. Da wird die SG nämlich alle Kräfte brauchen.