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Kiel schnappt Flensburg den Supercup weg

Der THW Kiel hat nach einer erfolgreichen Aufholjagd zum dritten Mal den Supercup der Handball-Bundesliga gewonnen. Trotz eines 15:21-Rückstands (33.) siegte der deutsche Meister am Dienstag in der Münchner Olympiahalle mit 36:34 (15:19) gegen den Dauerrivalen SG Flensburg-Handewitt. Drei Tage vor Saisonbeginn untermauerte der Titelverteidiger vor 10.200 enthusiastischen Zuschauern in der ausverkauften Arena seinen Anspruch auf den Gewinn seiner zwölften Meisterschaft.
Flensburg profitierten zunächst davon, dass in Spielmacher Joachim Boldsen, Kasper Nielsen, Michael V. Knudsen, Lars Christiansen und Sören Stryger gleich bis zu fünf Dänen auf dem Platz standen, die schon aus der Nationalmannschaft eingespielt sind. Angeführt von Boldsen spielte der Pokalsieger in der Abwehr aufmerksam und im Angriff effektiv. Nach einem Zwischenstand von 2:2 setzte sich die Mannschaft von Trainer Kent-Harry Andersson auf 7:3 (10.) ab.

 

Lars Christiansen traf von der Siebenmeter-Linie traumhaft sicher.

Die Kieler wirkten im Gegensatz dazu in ihrem Bemühungen verkrampft. Vornehmlich der Rückraum mit den Neuzugängen Nikola Karabatic, Kim Andersson und Viktor Szilagyi kam wegen Abstimmungsproblemen nicht richtig zur Entfaltung und rieb sich immer wieder in Einzelaktionen auf. In erster Linie den engagierten Initiativen von Kapitän Stefan Lövgren hatten es die "Zebras" zu verdanken, dass der Rückstand nach dem 10:15 (26.) noch einmal auf 13:16 (28.) schrumpfte.
Mit zwei schnellen Toren nach Wiederanpfiff erhöhte Flensburg von 19:15 zur Pause auf 21:15 (33.) und führte erstmals mit sechs Treffern Vorsprung. Dann ging jedoch ein Ruck durch das Kieler Team, das sich so nicht geschlagen geben wollte. Bei seiner Aufholjagd zum 22:22 (40.) und der anschließenden ersten Führung des Spiels beim 23:22 (41.) profitierte der deutsche Meister allerdings auch von drei Herunterstellungen gegen die Andersson-Formation.