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Bundesliga: 38 Tore SG, 1000 Tore Stryger

Die SG Flensburg-Handewitt hat mit einem ungefährdeten 38:30 (20:15) bei der MT Melsungen den zweiten Tabellenplatz gefestigt. „Die Mannschaft ist mit der richtigen Einstellung zu Werke gegangen“, lobte SG-Manager Thorsten Storm. „Gegen die enge Halle und die aggressive Abwehr hat sie kämpferisch überzeugt.“ Das galt auch für Sören Stryger, der trotz einer Schulterverletzung auflief, und seinen 1000. Treffer im SG-Dress erzielte.
Die SG begann wie im Rausch. 3:0 hieß es nach nur 2:19 Minuten – Melsungens Coach Dr. Rastislav Trtik wedelte bereits mit der „grünen Karte“. Eine der schnellsten Auszeiten der Bundesliga-Geschichte! Aber auch danach flößte die 3:3-Deckung der Hausherren dem Favoriten aus dem Norden nur wenig Respekt ein. Im Gegenteil: Die eigene 6:0-Abwehr mit Michael Kundsen und Glenn Solberg luchste den Hessen reihenweise die Bälle ab. Allein in den ersten sieben Minuten rollten fünf Gegenstöße auf das Melsunger Tor zu.
Es war aber auch ein Verdienst von Dan Beutler, der schnell zwei Strafwürfe parierte, dass die SG bereits nach zehn Minuten mit 9:3 in Führung lag. Danach gingen es die Nordlichter etwas ruhiger an, verwalteten geschickt den Vorsprung. Als der Grieche Grigorios Sanikis nach 20 Minuten auf 11:14 verkürzte, tobte die Halle in Rotenburg. Die Aufholjagd war aber nur ein Strohfeuer. Der 1000. Treffer von Sören Stryger zum 11:15 manifestierte den Trend. Überhaupt war der Kapitän nicht zu stoppen. Schon zur Pause hatte er neun Mal getroffen, nach dem Seitenwechsel schoss seine Treffer-Quote schnell ins Zweistellige. Auch Marcin Lijewski – so Thorsten Storm – verdiente sich ein Extra-Lob: „Er war heute ein richtiger Team-Spieler.“
Bei den Melsungern lief Zoran Djordjic immer mehr auf Betriebs-Temperatur. Gerade von der Siebenmeter-Linie und von Linksaußen zeigten die SG-Schützen Nerven. Richtig brenzlig wurde es in Rotenburg aber nicht mehr. Die Zuschauer witterten beim 25:30 (50.) noch einmal Hoffnung, als Glenn Solberg und Jan Thomas Lauritzen mit Zeitstrafen auf der Bank saßen. Doch selbst in doppelter Unterzahl tankte sich Johnny Jensen durch. Siebenmeter! Sören Stryger – wer sonst – markierte im Nachwurf das 25:31. Zu diesem Zeitpunkt stand das Fazit von Thorsten Storm bereits fest: „Das Team hat sich bestens erholt gezeigt und ausgezeichnet präsentiert.“

Sören Stryger war in mächtiger Torlaune.

 

MT Melsungen – SG Flensburg-Handewitt 30:38 (15:20)
MT Melsungen: Djordjic – Brouko, Wöhler, Kraus, Kontic (2), Valo (1), Hruby (5), Hock (6/2), Sanikis (7), Radcenko (2), Kurtagic (7/2)
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Holpert - Solberg (2), Lackovic (4/1), Nielsen, Berge, Sprem (5/1), Jensen, Christiansen (5/1), Stryger (14/3), Lijewski (4), Boldsen (2), Lauritzen, Knudsen (2)
Schiedsrichter: Heinz/ Hock (Waiblingen); Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Hock 2, Kontic 2, Kraus 2, Wöhler 2 – Solberg 2, Nielsen 2, Lauritzen 2, Jensen 2); Rote Karte: Wöhler (52., grobes Foulspiel); Siebenmeter: 7/4:10/6 (Beutler hält gegen Kurtagic und Hock, Holpert gegen Sanikis – Christiansen scheitert zwei Mal an Djordjic, Lackovic ein Mal, Stryger an die Latte); Zuschauer: 2400
Spielverlauf: 0:3 (3.), 2:3 (4.), 2:7 (6.), 3:9 (11.), 5:11 (14.), 8:11 (16.), 11:14 (21.), 11:17 (24.), 13:19 (27.) – 16:20 (31.), 17:23 (35.), 19:26 (38.), 21:28 (43.), 24:29 (47.), 25:31 (51.), 26:33 (55.), 28:37 (59.)

 

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