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Ein stimmungsvolles Osterei

17.04.2014 -VELUX EHF Champions League: Vardar Skopje steht vor dem Köln-Traum

Die SG Flensburg-Handewitt stand schon zwei Mal in den Endspielen der europäischen Königsklasse und insgesamt drei Mal in einem Halbfinale, doch damals gab es noch nicht das VELUX EHF FINAL 4, das seit 2010 mit den vier besten Klubs des Kontinents in Köln ausgetragen wird. Eine Qualifikation für dieses Event wäre also ein Novum in der SG-Historie. Ob die SG sich gegen den HC Vardar PRO Skopje durchsetzen kann und sich einen Traum erfüllt, wird man erst nach dem Rückspiel am 26. April wissen. Am Ostermontag um 19 Uhr geht es in der FLENS-ARENA um eine gute Ausgangsbasis, was viel Spannung verspricht. „Es zeichnet sich ab, dass wir gegen Skopje eine volle Halle haben werden", berichtet SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Der HC Vardar kommt als Triumphator nach Schleswig-Holstein. Am letzten Sonntag gewann er zum zweiten Mal nach 2012 die SEHA-Liga, an der mehrere Top-Klubs Südosteuropas teilnehmen. „In dieser Mannschaft steckt viel Routine", betont SG-Trainer Ljubomir Vranjes. „Die Spieler haben unzählige Champions-League- und Länderspiele auf dem Buckel." Kurios: Die SG ist bislang noch nie auf den HC Vardar getroffen, aber schon auf zehn seiner Spieler. Igor Karacic und Luka Rakovic spielten einst für Bosna Sarajevo, Matjaz Brumen, Miladin Kozlina und Alem Toskic für Celje, Inaki Malumbres hütete früher das Tor von BM Aragon und Ademar Leon, Mitko Stoilov war bei Metalurg Skopje, und schließlich kamen Mikhail Chipurin, Timur Dibirov und Alexey Rastvortzev im Sommer von Medvedi Chekhovskie. „Wir sind gewarnt", meinte Dierk Schmäschke. „Gerade die beiden Partien in Hamburg haben gezeigt, wozu Vardar fähig ist." 

In Skopje schmiedet man bereits zarte Köln-Pläne. „Ich hoffe, dass wir nach Hamburg und Flensburg noch ein drittes Mal in dieser Serie nach Deutschland fahren werden", meinte Vardar-Manager Davor Stojanovski. Auch Vardar-Kapitän Filip Lazarov strotzt nur so vor Optimismus: „Flensburg ist auf dem Weg nach Köln der einfachste Gegner." Im Viertelfinale erwarten die Experten einen „System-Vergleich": Geschwindigkeit gegen Kraft. „Wir werden unsere Linie verfolgen und auf das Tempo drücken", kündigt SG-Trainer Ljubomir Vranjes an. Vor ihm hat der Gegner großen Respekt. Spielmacher Igor Karacic: „Die schärfste Waffe der Flensburger ist Ljubomir Vranjes."

Der Gelobte gab seiner Truppe am Gründonnerstag frei, danach ist nicht viel Zeit für Ostern: Am Karfreitag steht ein Explosivitäts-Training an, am Samstag und Sonntag wird der Fokus auf das Viertelfinale der VELUX EHF Champions League gerichtet sein. Eine Runde, die in den letzten Jahren nicht erfreulich verlief. Dabei entpuppte sich der 21. April als schwarzes Datum. Gegen Ciudad Real (2011) und den HSV Hamburg (2013) hagelte es böse Heimpleiten. Ob der 21. April diesmal ein dickes SG-Osterei bereithält?

Die SG will wieder auf das Tempo drücken. Foto: Ki


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Karten-Situation. Es gibt noch ausreichend Stehplätze und wenige Sitzplätze, und zwar im SG-Shop, im SG-Online-Shop, im Scandinavian Park Handewitt, im Angelner Autohuus Satrup, bei famila, im CITTI-Park, in den sh:z Ticketcentern sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Die SG-Tickethotline ist erreichbar unter: 01806-997718 (0,20 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,60 €/Min.). Die Karten kosten zwischen 7 Euro und 25 Euro.

SG-BUS-Shuttle-Dienst Flensburg-Exe. Zwei Gelenkzüge von AFAG und AKTIV BUS fahren ab 17.00 Uhr vom Parkplatz „Exe“ zur FLENS-ARENA. Bis 45 Minuten nach Spielschluss verkehren zwei Busse zwischen FLENS-ARENA und Parkplatz „Exe“.

SG-BUS-Shuttle-Dienst Flensburg-Fördepark. Zwei Gelenkzüge der AFAG fahren ab 17.00 Uhr vom Parkplatz Fördepark (Haltestelle Linie 14) zur FLENS-ARENA. Bis 45 Minuten nach Abpfiff fahren diese Busse zurück zum Fördepark. 

SG-BUS-Shuttle-Dienst Handewitt. In Handewitt startet um 18.15 Uhr ein Gelenkbus von der Wikinghalle nach Flensburg. Dieser Bus fährt 25 Minuten nach Spielschluss zurück.

Hallen-Öffnung. Die FLENS-ARENA öffnet um 17.30 Uhr.

Schiedsrichter. Sorin-Laurentiu Dinu und Constantin Din (Rumänien).

EHF-Delegierter. Helmut Wille (Österreich).

EHF-Referee-Delegierter. Peter Olsson (Schweden).

Statistik. Die SG und der HC Vardar Skopje standen sich noch nie gegenüber.

Von: ki