Stripes
Stripes
Archiv

Königliches Topspiel

12.10.2012 -VELUX EHF Champions League: SG fordert Spitzenreiter heraus

Die Saison in der VELUX EHF Champions League ist jung, die Tabellen noch nicht wirklich aussagekräftig. Wenn man diese Fakten aber einmal ausblendet, kommt es am Sonntag um 17.30 Uhr in der Campushalle zum Spitzenspiel in der Gruppe A der Königsklasse. Der Spitzenreiter Chekhovskie Medvedi gastiert beim unmittelbaren Verfolger, bei der SG Flensburg-Handewitt. Der russische Abonnements-Meister schlug dabei – wie die SG – den RK Partizan Belgrad und entführte einen Zähler aus Hamburg. „Das ist die fast komplette russische Nationalmannschaft", hat SG-Linkshänder Holger Glandorf Respekt vor dem kommenden Gegner.

Trainiert wird die Truppe vom Handball-Denkmal Vladimir Maximov, der am Sonntag in der „Hölle Nord" seinen 67. Geburtstag gerne mit einem Sieg krönen würde. Dagegen hat sein Trainer-Kollege naturgemäß etwas. „Heimsieg", lautet die Zielsetzung für Ljubomir Vranjes, der von seinem Team Tempo und Disziplin beim Zurücklaufen fordert.

Zwei Mal war die SG bislang in der EHF VELUX Champions League gefordert, zwei Mal schaffte sie stolze 37 Tore. Kein Zufall, wie Ljubomir Vranjes bestätigt. „Ich möchte, dass wir uns über Gegenstöße entwickeln", sagt er. „Die besten Mannschaften in der Welt, nämlich Kiel und Barcelona, gehen die gesamte Zeit ein hohes Tempo. Es ist ein Riesen-Stress für den Gegner, wenn er weiß, dass auf ein Tor der sofortige Gegenstoß folgt." Von seinen Spielern gibt es Sympathien für diese Taktik. „Es spart der Mannschaft Kräfte, wenn Anders Eggert und ich einfache Tore machen", meint Rechtsaußen Lasse Svan Hansen, der schon vor seiner seit 2008 währenden SG-Zeit bei GOG Gudme einen Konter-Handball zelebrierte.

Ob es gegen den kommenden Gegner alles so reibungslos klappen wird? Immerhin ist Medvedi Chekhovskie eine Konstante im internationalen Handball, seit der Gründung 2002 fest in der Königsklasse und seit Jahren in der russischen Superliga ungeschlagen. „Die spielen einen Maximov-Handball", plaudert Ljubomir Vranjes. „Es gibt wohl keinen Trainer in der Welt, der so viel Erfahrung hat wie er."

Besonders beschäftigt hat sich der Schwede mit der 5:1-Defensive der Russen: ein flinker Außen an der Spitze, dahinter eine „Mauer", besetzt mit Hünen. Vorne verfügen die „Bären" über genug Rückraum-Kraft, um aus Hamburg einen Punkt zu entführen. „Für die Russen", meint Ljubomir Vranjes, „erweist es sich nun als Vorteil, dass sie nicht bei den Olympischen Spielen waren und sich in Ruhe auf die neue Saison vorbereiten konnten."

Der SG-Tross hat den Stress der letzten Tage inzwischen hinter sich gelassen. „Nach drei unserer weitesten Auswärtstouren und einem Champions-League-Spiel in Russland", erzählt Lasse Svan Hansen, „war es richtig schön Mittwoch und auch den halben Donnerstag frei zu haben." Nun brennen alle auf das Heim-Comeback. Die gute Nachricht: Mit Ausnahme von Dauer-Pausierer Petar Djordjic (Kreuzbandriss) ist kein Einsatz für Sonntag gefährdet.

Lasse Svan Hansen hat Spaß am SG-Tempo.


Splitter
Karten-Situation. Es gibt noch ausreichend Sitzplätze und ausreichend Stehplätze im SG-Plop-Shop, im SG-online-Shop, im Scandinavian Park Handewitt, im Angelner Autohuus Satrup, bei famila, im Citti-Park, in den sh:z Ticketcentern sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Die SG-Tickethotline ist erreichbar unter: 01805-997718 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,42 €/Min.). Die Karten kosten zwischen fünf und 30 Euro.

Fernsehen. Eurosport überträgt ab 17.30 Uhr live.

SG Bus Shuttle Service Exe.
Ab 16.00 Uhr und bis 45 Minuten nach dem Spiel pendeln zwei Busse zwischen Parkplatz Exe und der Campushalle.

SG Bus Shuttle Service Fördepark. Ab 16.00 Uhr und bis 45 Minuten nach dem Spiel pendelt ein Bus zwischen Parkplatz Fördepark und der Campushalle.

SG Bus Shuttle Service Handewitt. Um 16.45 Uhr startet ein Bus in Handewitt von der Wikinghalle. Dieser Bus fährt 25 Minuten nach Abpfiff wieder zurück nach Handewitt.

Hallen-Öffnung. Die Campushalle öffnet um 16.00 Uhr.

Schiedsrichter. Leif Poulsen und Henrik Mortensen (Dänemark) 

EHF-Delegierter. Henrik La Cour Laursen (Dänemark) 

Statistik. Die SG und Chekhovskie Medvedi standen sich bereits in der Champions League 2006/7 gegenüber. Damals gewann die SG das Heimspiel mit 34:29 und verlor in Russland mit 27:33.

Von: ki