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07.06.2006 -Rückblick: Meilensteine einer Saison

Die Saison 2005/2006 ist vorbei. An dieser Stelle ein Rückblick auf die vergangenen Monate.

17. September: Die Meisterschafts-Hoffnungen erhalten einen ersten „Kratzer“. Beim TV Großwallstadt hagelt es eine 24:28-Niederlage. „Es ist immer schwer, wenn man sich auswärts nicht frühzeitig absetzen kann“, sagt ein enttäuschter SG-Trainer Kent-Harry Andersson. „Die Zuschauer werden immer lauter, der Gegner immer motivierter und wir immer enttäuschter.“

24. September: Die Campushalle feiert die Wiederaufstehung ihrer Mannschaft. „Die Nummer eins im Land sind wir!“, singen die Fans nach dem triumphalen 39:33-Erfolg im Landesderby gegen den THW Kiel. „Das war ein echtes Kollektiv“, schnalzt SG-Trainer Kent-Harry Andersson mit der Zunge. Noch nie haben die Kieler so viele Gegentreffer kassiert.


27. September: Die ersten Titel-Träume sind passé. Nach drei Pott-Gewinnen und insgesamt 18 Pokalsiegen in Serie ist für die SG diesmal schon in der zweiten Hauptrunde des DHB-Pokal alles vorbei. Das 32:35 nach Verlängerung beim THW Kiel bringt die Ernüchterung. Trainer Kent-Harry Andersson ist dennoch zufrieden: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie hier 60 Minuten voll mitgehalten hat.“

8. November: Die SG ist wieder voll auf Kurs. Neun Siege im Herbst heben die Stimmung. In der Bundesliga mischt die Andersson-Truppe oben mit, die Vorrunde der Champions League übersteht sie mühelos. Besonders sehenswert ist der souveräne 36:31-Sieg bei der HSG Nordhorn. „Wir sind im Moment gut drauf“, freut sich Spielmacher Glenn Solberg.

10. Dezember: Das Viertelfinale in der Champions League steht für die SG lange Zeit auf der Kippe. Mit dem 28:24 über den RK Zagreb kompensiert man schließlich aber die 23:25-Niederlage aus dem Hinspiel. SG-Geschäftsführer Thorsten Storm gibt sich aber nachdenklich: „Ich hoffe, diese Partie hat nicht zu viel Substanz gekostet.“ Hintergrund: Mit Joachim Boldsen (Kapselriss im Sprunggelenk) und Michael V. Knudsen (Nasenbeinbruch) sind zwei Akteure „auf der Strecke“ geblieben.

Der RK Zagreb war eine große Hürde in der Champions League.

20. Dezember: Der SG-Heimnimbus ist Geschichte – und der THW Kiel „Herbstmeister“. Die Gummersbacher „knacken“ nach exakt 27 Monaten als erster Klub die Campushalle und gewinnen mit 34:32. Die SG scheitert am Verletzungspech. Neben den Kreisläufern Johnny Jensen und Michael Knudsen fehlt auch der erkrankte Dan Beutler.

4. März: Die SG übersteht auch das Viertelfinale der Champions League. Trotz einer guten Ausgangsposition in der Kieler Ostseehalle benötigt man in der „Hölle Nord“ aber eine tüchtige Prise Glück. Zwölf Sekunden sind noch zu spielen, als die Kieler einen siebten Feldspieler aufs Parkett beordern. Nur ein Tor fehlt ihnen zur Wende. Der Ball kommt schließlich zu Stefan Lövgren, der von Glenn Solberg bedrängt wird. Der Pass fliegt ins Seiten-Aus. Jubel in der Campushalle!

1. April: Die SG schnuppert beim 27:29 gegen die Weltauswahl von Ciudad Real nur kurz an einem „Wunder“, das Endspiel der Champions League bleibt ein Traum. Nach dem 22:31 in Spanien hat man noch einmal alle Hoffnungen gebündelt. Beim 7:3 „kocht“ die Campushalle – aber nur kurzfristig. Der Nachmittag endet ernüchternd. Thorsten Storm bläst zum Angriff: „Wir müssen unseren Kader weiter verbessern, weiter an uns arbeiten und finanziell weiter nachlegen.“

29. April: Die SG buhlt lange um einen Punktgewinn in der Kieler Ostseehalle, geht in der Schlussphase aber ein. 31:37! „Ein zweiter oder dritter Platz ist auch etwas Schönes“, gibt sich Kent-Harry Andersson im Meisterkampf geschlagen. „Jetzt müssen wir uns einen Platz in der Champions League sichern, wir haben noch ein schweres Restprogramm“, ergänzt Joachim Boldsen.

13. Mai: Die SG kann für die kommende Champions League buchen. Mit 40:30 überrennt sie trotz Halbzeit-Rückstand den SC Magdeburg. Als entscheidend erweist sich die rechtzeitige Auflösung des SG-Lazaretts. Sogar die angeschlagenen Sören Stryger und Marcin Lijewski mischen mit. „Profisport kann wehtun“, lobt Manager Thorsten Storm den Willen seiner Linkshänder-Fraktion. „Für unser Ziel Champions League sind beide einen Schritt jenseits der Schmerzschwelle gegangen.“

Champions League: Gegen Magdeburg machte die SG alles klar.

27. Mai: Mit einem 31:31 beim VfL Gummersbach stellt die SG die Weichen für die Vize-Meisterschaft. Mit dabei: 800 Fans, die ihrer Mannschaft in einem Sonderzug in die Domstadt folgen.

Von: ki