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Konter
Dr. Sebastian
ude
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story
Steffen Weinhold: Zur anderen Förde
Am einzigen spielfreien Wochenende
der letzten Zeit fiel die Entscheidung:
Steffen Weinhold, 47-facher deut-
scher Nationalspieler, wird die SG
Flensburg-Handewitt zum Saisonen-
de verlassen und sich dem THW Kiel
anschließen. Der 26-Jährige unter-
schrieb einen Drei-Jahres-Vertrag
beim Landesrivalen. Der 1,91 Meter
große Linkshänder trägt seit 2012 das
Trikot der SG und entwickelte sich zu
einem der Leistungsträger der SG und
fand den Weg zurück in die National-
mannschaft. „Ich bedaure wirklich
sehr, dass Steffen sich zu diesem
Schritt entschlossen hat“, sagte SG-
Geschäftsführer Dierk Schmäschke.
Ich habe aber auch Verständnis für
seine Entscheidung. Wir sind bis an
unsere Grenzen gegangen, um ihn zu
halten.“
Steffen Weinhold bekannte, dass ihm
die Entscheidung, die SG nach dieser
Saison zu verlassen, extrem schwer
gefallen sei. „Ich habe bei der SG die
Gelegenheit bekommen, auf hohem
Niveau in einer homogenen Mann-
schaft unter einem kompetenten
Trainer zu spielen“, erklärte er. „Dafür
bin ich dem Verein und dem gesamten
Umfeld sehr dankbar. Jedoch bin ich
froh, dass die Entscheidung bereits
jetzt gefallen ist, da ich mich so auf die
noch junge Saison bei der SG konzent-
rieren kann.“
Die Bekanntgabe des Wechsels war
nach den zwei Auswärtsniederlagen
in Magdeburg und Mannheim ein
weiterer Schlag“, wie es SG-Trainer
Ljubomir Vranjes formulierte. „Da fühlt
man sich wie ein Ausbildungsverein,
der seine Spieler zu einem größeren
Verein ziehen lassen muss“, sagte der
Coach. In mehreren Gesprächen hatte
er vergeblich versucht, auf der Links-
händer-Position die Kontinuität zu
wahren. „Ich hatte einen sehr offenen
Dialog mit ihm, er ist ein sehr korrek-
ter Mensch.“ Eine positive Seite sieht
Ljubomir Vranjes allerdings auch: Es
gibt genug Zeit, einen starken Nachfol-
ger zu suchen. „Wir werden eine Ent-
scheidung treffen, die am besten für
die SG und ihre Zukunft ist.“ Derweil
hat Dierk Schmäschke einen Wunsch:
Wir alle wollen mit dem Wechsel von
Steffen Weinhold stilvoll und souverän
umgehen. Ich weiß, dass er bis zuletzt
alles für die SG geben wird.“