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Supercup-Generalprobe gelungen

(sh:z; Hans-Werner Klünner) 31:24 gewonnen und den Jacob Cement Cup verteidigt, ein erfolgreiches Comeback von Lasse Svan nach seiner Handverletzung und mit 4312 Besuchern so viele Zuschauer wie noch nie - bei der SG Flensburg-Handewitt herrschte nach der offiziellen Saisoneröffnung gegen den dänischen Erstligisten Bjerringbro-Silkeborg eitel Sonnenschein, auch wenn die Stein-Trophäen für den besten Torschützen (Chris Jørgensen mit sieben Toren) und auffälligsten Spieler (Theis Baagøe) an die Gäste gingen. Der deutsche Handball-Vizemeister scheint für den Supercup am Dienstag gegen den THW Kiel in Bremen gerüstet. "Was ich teilweise gesehen habe, war sehr gut. Ich bin sehr zufrieden", meinte SG-Trainer Ljubomir Vranjes.

Dabei hatte der schwedische Übungsleiter seine Spieler an den Tagen zuvor noch einmal richtig rangenommen. Fünf Trainingseinheiten hatten an drei Tagen auf dem Programm gestanden. Das war im Spiel gegen den dänischen Nachbarn deutlich zu sehen. Das gefürchtete Tempospiel der Flensburger blitzte nur einige Male auf. Doch das nahm Vranjes in Kauf. Seine Akteure sind jetzt topfit für den ersten Kräftevergleich mit dem Dominator der vergangenen Jahre. "Das einzige, was uns jetzt noch  fehlt, sind frische Beine. Aber das kriegen wir bis zum Dienstag hin."

Die Zuschauer in der gut besuchten Flens-Arena waren besonders neugierig auf den ersten Auftritt der vier Neulinge. Was sie sahen, gibt Anlass zur Zuversicht. Bogdan Radivojevic deutete an, dass er auf Rechtsaußen schnell zu einer Entlastung von Lasse Svan beitragen kann. "Im Angriff fehlt ihm zwar noch manchmal das Timing, aber das wird kommen", analysierte der SG-Trainer. Auch Hampus Wanne auf der linken Außenbahn ließ einige Mal sein großes Potenzial erahnen. Drasko Nenadic aus dem linken Rückraum mit gelungenen Anspielen an den Kreis zu Jacob Heinl und Jim Gottfridsson auf der Spielmacherposition wiesen ebenfalls nach, dass sie zu Alternativen für die Stammspieler auf diesen Position heranreifen können. "Wir müssen ihnen aber noch ein wenig Zeit geben", sagte Vranjes. "Sie haben noch Probleme mit Entscheidungen wie, wann soll ich werfen und wann anspielen." Aber die werden sich mit zunehmender Spielpraxis von selbst lösen.

Nach fast vierwöchiger Pause wegen eines Bänderrisses in der Wurfhand feierte Rechtsaußen Lasse Svan ein starkes Comeback. Vier Würfe, drei Tore und keine Schmerzen nach dem Schlusspfiff. "Das lief richtig gut. Die Fortschritte kamen schneller als erwartet", berichtete der Däne "nach meiner nervigsten Verletzung in meinem Leben". Im zweiten Testspiel der Vorbereitung war Svan in einer engen Halle gegen eine Wand geprallt und hatte sich dabei die Verletzung zugezogen.

Auch Vranjes freute sich über das Comeback seines Stamm-Rechtsaußen. "Es ist schön, Lasse wieder dabei zu haben", meinte der SG-Trainer im Hinblick auf den Supercup gegen den deutschen Meister aus Kiel. "Eine richtige Standortbestimmung für uns, bei der wir versuchen werden, ein richtig gutes Spiel hinzukriegen", so der 39-jährige Schwede. Dass die Kieler dem ewigen Rivalen von der dänischen Grenze die Favoritenrolle in der Meisterschaft zugeschoben haben, stört den SG-Coach nicht. "Ich liebe Druck, damit habe ich kein Problem." Die SG-Spieler offenbar auch nicht. "Wir werden alles versuchen, um den Supercup zu gewinnen und damit ein erstes Zeichen zu setzen", sagte Steffen Weinhold und schickte damit eine erste Kampfansage in Richtung Kieler Förde.