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Auftakt der finalen Phase

(sh:z; Jannik Schappert) Eine Saison mit Bundesliga, Champions League und DHB-Pokal ist ein Marathon. Das wissen  die Handballer der SG Flensburg-Handewitt, die in den vergangenen gut acht Monaten auf Vereinsebene 45 Pflichtspiele bestritten haben, am besten. Doch nun nähern sie sich der Zielgeraden, das Gastspiel des abstiegsbedrohten VfL Gummersbach in der ausverkauften Flens-Arena (heute, 19 Uhr) läutet nach fast drei spielfreien Wochen die finale Phase ein.

Zwei Punkte sind für den Tabellenführer gegen das schlechteste Auswärtsteam der Liga absolute Pflicht, um vor dem Spitzenspiel bei den Rhein-Neckar Löwen am Sonntag (16.25 Uhr) den THW Kiel – der Pokalsieger muss heute bei den Füchsen Berlin ran – auf Distanz zu halten. Der Zweikampf um den Titel könnte am Saisonende auch vom Torverhältnis entschieden werden. Hier liegt der THW (+156) derzeit vor der SG (+143). Hat Maik Machulla das im Hinterkopf? „Sicherlich mache ich mir Gedanken darüber. Aber es macht keinen Sinn, in ein Spiel zu gehen und zu denken, wir müssen das jetzt aufholen“, sagt der SG-Trainer, der seinen Vertrag bei dem deutschen Meister bis 2023 verlängert hat.

Außerdem sei der VfL Gummersbach, der vor der Länderspielpause mit dem neuen Trainer Torge Greve an der Seitenlinie die Rhein-Neckar Löwen mit 28:23  überraschte, nicht zu unterschätzen. „Das sollte für uns ein Alarmsignal sein. Man hat gesehen, dass Torge neue Energie und neues Feuer in die Mannschaft gebracht hat“, meint Machulla.

Die erste Niederlage nach einem Jahr beim SC Magdeburg (23:24) ist bei ihm und seinen Spielern kein Thema mehr. „Es war klar, dass das irgendwann passiert. Ich habe in diesem Spiel viele positive Dinge gesehen“, sagt Machulla. Der 42-Jährige hat in der vergangenen Woche genau beobachtet, wie und wie viel seine Nationalspieler in EM-Quali und Euro-Cup gespielt haben. Er war im Großen und Ganzen zufrieden, es gibt keine Blessuren. Jim Gottfridsson sah aus Machullas  Sicht in den schwedischen Tests gegen Norwegen allerdings zu viele Minuten, Simon Jeppsson tankte nicht das erhoffte Selbstvertrauen. Dafür kehrten andere Spieler mit breiter Brust zurück, allen voran Anders Zachariassen. Der Kreisläufer glänzte im dänischen Trikot zwei Mal gegen Montenegro und erzielte insgesamt 14 Tore.

Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Rasmus Lauge, der sich in Magdeburg einen Bänderriss  im rechten Ellenbogen zugezogen hatte. „Wenn er signalisiert, dass es nicht geht, werde ich ihn auch nicht benutzen“, sagt Machulla.