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Viertelfinale ist noch nicht sicher

(sh:z; Jan Wrege) "Alle fit, alle super drauf, alle heiß", beschreibt Trainer Ljubomir Vranjes die Stimmung bei der SG Flensburg-Handewitt vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Handball-Champions-League heute (17.15 Uhr, Flens-Arena) gegen Gorenje Velenje. Nach dem 28:25-Sieg im Hinspiel ist der deutsche Vizemeister unvermeidlich Favorit auf den Einzug ins Viertelfinale - doch diese Ausgangslage birgt Fallstricke.

Man hat es mit dem slowenischen Meister und Tabellenführer zu tun, und der "Vize" RK Celje gewann am Donnerstag gerade in Hamburg. "Celje ist nur ausgeschieden, weil es im Hinspiel einen schlechten Tag hatte", meint Vranjes, "das sind sehr gute Mannschaften in Slowenien." Auch der SG könnte eine böse Überraschung blühen, die dann wegen des knapperen Ergebnisses aus dem Hinspiel weitaus schlimmere Folgen als für die Hamburger hätte: "Wenn wir schlecht spielen, sind wir raus", warnt Vranjes.

Er verspricht ein interessantes Spiel und empfiehlt jedem Handballer aus der Region, heute in die Flens-Arena zu kommen: "Die Slowenen spielen einen sehr guten technischen Handball. Sie sind taktisch gut ausgebildet. Man kann viel von ihnen lernen, auch für mich sind solche Spiele lehrreich", gibt der Schwede unumwunden zu. Die Erfahrungen aus dem Hinspiel haben ihn bewogen, einige Dinge zu ändern, um das Zusammenspiel von Velenjes Regisseur Marko Bezjak und Linkshänder Jure Dolonec mit Matej Gaber zu unterbinden. Der bärenstarke Mann am Kreis erzielte am vergangenen Sonntag neun Tore. "Gaber hat da einen sehr guten Tag gehabt", sagt Vranjes, was so viel heißen soll, dass er dem jungen Mann heute einen schwierigeren Tag bereiten will.

Der SG-Trainer vertraut auf das Team, das am Mittwoch gegen die Rhein-Neckar Löwen begeisterte. Kreisläufer Michael Knudsen hat sein Comeback gut überstanden, das Knie hat gehalten. Torhüter Sören Rasmussen fällt mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel voraussichtlich noch bis nach Ostern aus, weshalb zunächst Youngster Christopher Rudeck als Reserve für Mattias Andersson auf der Bank sitzt.

Ein Comeback von Holger Glandorf in der Nationalmannschaft ist bis auf weiteres vertagt. "Ich hatte ein gutes Gespräch mit Martin Heuberger", berichtet der Linkshänder. Der Bundestrainer habe ihm mitgeteilt, dass er in den EM-Qualifikationsspielen gegen Tschechien auf den WM-Kader vom Januar setzt. "Das ist okay", sagt Glandorf. "Er hat mir gesagt, dass ich weiter dazu gehöre. Wir bleiben in Kontakt."