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Zeit für die Revanche

(Flensborg Avis; Volker Metzger) Zwei Mal haben die SG Flensburg-Handewitt und der HSV Hamburg in dieser Saison schon die Klingen gekreuzt, beide Male war die O2 World in Hamburg der Schauplatz. Am Sonntag (17.15 Uhr) stehen sich die Nordrivalen nun schon zum dritten Mal gegenüber, wenn das Champions-League-Rückspiel in der Flens-Arena auf dem Programm steht. Und nicht nur die Ausgangssituation in der Gruppe A sorgt für reichlich Spannung.

Nach dem 25:25-Unentschieden im Bundesliga-Duell und der bitteren 28:31-Niederlage im Gruppen-Hinspiel vor einer Woche will das Team von SG-Coach Ljubomir Vranjes unbedingt den ersten Saison-Sieg gegen die Ballwerfer aus der Elbmetropole feiern. "Wir wollen gegen Hamburg auf alle Fälle Punkte holen", umschreibt Vranjes geschickt den Begriff "Heimsieg". Für den Vizemeister geht es nicht nur um Prestige-Pflege, sondern die Chance auf den Gruppensieg zu wahren.

Allerdings wiegelt Vranjes ab. "Wir wollen ins Achtelfinale, dabei ist es egal, welchen der vier Plätze wir in der Gruppe erreichen." Der HSV, bislang in der Königsklasse unbesiegt, wangt in der Bundesliga gewaltig und fing sich zuletzt in Göppingen eine 26:34-Klatsche, die den Absturz in der Tabelle forcierte. "Ja, uns haben in den beiden Spielen leider ein paar Prozente gefehlt. Die bekommen wir hoffentlich in unserer eigenen Halle mit unseren Zuschauern zusammen", setzt Vranjes auf den Heimbonus.

Bei aller Freude auf das Match gegen den wankenden HSV macht der Schwede allerdings keinen Hehl daraus, dass derzeit die Bundesliga höchste Aufmerksamkeit genießt. "Dort stehen uns viele Spiele bis Ende Dezember bevor, die wir gerne gewinnen wollen", so Vranjes, "daher werden wir uns weiterhin nur auf uns konzentrieren."

Ob Youngster Morten Dibbert am Sonntag auch aktiv ins Geschehen eingreifen darf, entscheidet sich wohl erst im Spielverlauf. "Man muss immer bereit sein, auch wenn es zum Beispiel nur eine einzige Abwehraktion ist, für die man eingesetzt wird", kennt der Nachwuchs-Spieler den Schlüssel, um - wie zuletzt auch in Gummersbach geschehen - mitwirken zu können. Dazu sein Coach: "Morten weiß, was es bedeutet das SG-Trikot zu tragen, nämlich immer 100 Prozent zu geben."

Vorfreude herrschte gestern auch die Ankunft von Ólafur Gústafsson, der heute Nachmittag mit dem Flugzeug in Hamburg eintreffen soll. "Leider wird er noch nicht mitspielen können. Aber Ólafur wird am Sonntag auf alle Fälle in der Halle sein", erklärte Manager Dierk Schmäschke, der angesichts von wenigen Restkarten von einer ausverkauften Flens-Arena sprach.