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Die Serie ist gerissen

(Flensborg Avis; Ruwen Möller) Es war verdammt lange her, dass die Spieler der SG Flensburg-Handewitt in der Bundesliga eine Niederlage verabeiten mussten. Saisonübergreifend war der Vizemeister und Europacupsieger seit dem 7. Februar 2012 (29:31 in Lemgo) ungeschlagen gewesen. Nach 17 Siegen und drei Unentschieden fand diese beeindruckende Serie am Dienstag Abend mit dem 27:30 (12:13) bei den Rhein-Neckar Löwen allerdings ein Ende. Im vierten Auswärtsspiel innerhalb von nur zehn Tagen waren die Akkus der SG-Spieler am Ende leer und sie konnten die Niederlage nicht verhindern. "Uns fehlte etwas die Kraft", sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes nach der Partie. "Wir haben zwar gekämpft, doch durch die Müdigkeit fehlte uns auch die Frische im Kopf".

Der Schwede sah die Probleme jedoch nicht unbedingt in der Schlussphase des Spiels, vielmehr ärgerte es ihn, dass seine Mannschaft den Beginn verschlafen hatte. "Da waren wir nicht 100 Prozent da. Irgendwann machen die Muskeln einfach schlapp, dann ist keine Explosivität mehr da, auch wenn man noch so gerne etwas bewegen möchte". Nachdem sein Team am Sonntag Abend noch das anstrengenden Champions League-Spiel in Serbien bestritten hatte, gestand Vranjes gestern: "Mit der Rückreise und nur einem Tag Pause auf die Löwen war die Situation diesmal extrem und das habe ich meinen Spielern angemerkt".

Als General-Entschuldigung für eine Niederlage will der Schwede die englischen Wochen aber nicht verstanden wissen. Ganz im Gegenteil. "Wir wollten Champions League spielen und es macht auch Spaß. Jetzt müssen wir uns nur daran gewöhnen und unsere Lehren aus solchen Situationen ziehen. Wir müssen bereit sein, denn es kommen nur noch schwere und vor allem viele Partien auf uns zu". Recht hat er. Bereits am Sonntag wartet mit Medwedi Tschechow der nächste Kracher in der Königsklasse. Immerhin, es ist ein Heimspiel. Die Partie findet um 17.30 Uhr in der Campushalle statt.