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Vranjes will BM Aragon auch im Rückspiel schlagen

(sh:z; Jan Wrege) Hamburg, Berlin, Gummersbach, Aragon - eindrucksvolle Siege pflasterten den Weg der SG Flensburg-Handewitt in den vergangenen Wochen. Das Außergewöhnliche wurde beinahe zur Normalität. Wie selbstverständlich wird daher fast schon der Einzug ins Finale des Handball-Europapokals der Pokalsieger erwartet, wo es zur Neuauflage der Champions-League-Endspiele von 2004 gegen den RK Celje kommen könnte. Heute (18.30 Uhr) ist in Saragossa die letzte Hürde vor dem ersten EC- Finale für die Flensburger seit 2007 zu nehmen. Es sieht gut aus nach dem 39:30-Sieg über BM Aragon am vergangenen Sonntag in der Campushalle.

SG-Trainer Ljubomir Vranjes indes geht das Spiel in Nordspanien "mit Riesenrespekt" an. "Es ist Europapokal, es ist auswärts gegen 7000 Fans, wir könnten einen sehr schlechten Tag erwischen", zeichnet der Schwede ein denkbares Negativszenario. Sein Ziel ist aber ein ganz anderes: "Wir wollen unseren Vorsprung nicht nur verteidigen, sondern auch das zweite Spiel gegen Aragon gewinnen." Vranjes will eine neue Qualität der SG weiter pflegen: "Wir sind sehr gut daran, den Gegner auswärts zu überraschen." Überfallartig beginnen, einige Tore vorlegen, das Spiel kontrollieren.

Das wird nicht einfach, denn schon der Neun-Tore-Sieg zu Hause fiel für Vranjes aus dem Rahmen des Erwarteten: "Es war ein Superspiel, hoffentlich haben das alle verstanden." Ein überragender Torhüter Mattias Andersson und ein nicht minder brillanter Linkshänder Tamas Mocsai als Vertreter von Holger Glandorf waren die Trümpfe der SG gegen Aragon. Was, wenn diese nun nicht stechen sollten? "Ich bin froh, dass fast jedes Mal ein anderer voranmarschiert. Dadurch sind wir schwer auszurechnen", übt der SG-Trainer Zuversicht, dass sich auch heute wieder ein Leitwolf findet. Das gesamte Team muss sich auf eine hitzige Kulisse in Saragossa einstellen. Vranjes weiß noch aus seiner Zeit als Profi in Spanien vom Höllenlärm im "Pabellón Príncipe Felipe" zu berichten. "Eine schöne große Halle - keine Ahnung, warum es da immer so laut ist."